Segelflug

Die Faszination beim Segelfliegen liegt vor allem darin, sich nahezu lautlos durch den Himmel zu bewegen. Außerdem ermöglicht die große Plexiglaskuppel eine beeindruckende Rundumsicht und macht das Fliegen zu einem einzigartigem Erlebnis. Segelfliegen kann wohl als die reinste Form des Fliegens bezeichnet werden, denn der Pilot wird nicht vom Geräusch des Motors oder einer Unzahl an Instrumenten abgelenkt. Er verlässt sich ganz auf wenige essentielle Instrumente und seine fünf Sinne.

Wie funktioniert Segelfliegen

Der kleine Unterschied zum Fliegen mit „normalen“ Flugzeugen besteht natürlich darin, dass wir keinen Motor haben. Trotzdem können wir teilweise mehrere Stunden in der Luft bleiben. Ermöglicht wird dies durch die Atmosphäre und die Sonne. Starthilfe gibt es zwar noch von einem anderen Flugzeug oder einer Seilwinde, doch danach muss der Pilot zeigen wie er mit dem Wetter umgehen kann.

Beim Fliegen streicht die Luft in unserer Atmosphäre über die Flügel des Segelfluzgeugs, woraufhin am Flügel ein Druckunterschied entsteht, der das Flugzeug nach oben zieht. Desweiteren steigen warme Luftmassen (Thermik) auf, die das Flugzeug über mehrere Stunden lang tragen können. Dieser Thermik verdanken wir zum Beispiel auch Flüge über die Alpen. Die Rolle des Piloten besteht darin, das Flugzeug möglichst gerade durch den Luftstrom zu manövrieren um, unter anderem, den Luftwiderstand möglichst klein zu halten.

Werkstattarbeit

388_kleinJeden Winter werden die Segelflugzeuge von (aktiven) Vereinsmitgliedern gewartet und repariert. Jede Arbeitsstunde die zusätzlich zum normalen Soll geleistet wird, wird dem Mitglied gutgeschrieben und kann verflogen werden. Neben der Flugzeugwartung kann sich das Mitglied natürlich auch um andere Arbeiten kümmern, wie zum Beispiel die Reparatur von Geräten (z.B. Seilwinde). Bei diesen Arbeiten wird man immer von erfahrenen Werkstattmeistern unterstützt.

Motorsegler

Ein Motorsegler, als Bindeglied zwischen Segelflugzeug und Flugzeug, kombiniert die Stärken beider Fluggeräte. Dank der Optimierung der Aerodynamik wird ein Gleiten ohne Motor über lange Strecken ermöglicht. Sollte einem das Wetter mal einen Strich durch die Rechnung machen nutzt man die Vorteile des Motors und überbrückt das schlechte Wetter oder die Abwindgebiete. Gerade in den Alpen oder auf langen Strecken erspart dies lästige Außenlandungen. Der Start kann beim Motorsegler ohne fremde Hilfe durchgeführt werden.

Segelflugausbildung

Die Segelflugausbildung erfordert ein hohes Maß an Eigenengagement und dauert ca. 2 – 3 Jahre. Mehr dazu hier.

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