Vereinsgeschichte der BwSFGem FFB

Gründung

Der Aufstellungsbefehl für die Bw Sportfluggruppen erging vom Bundesminister für Verteidigung am 7. September 1959. Am 8.12.1960 um 19:00 Uhr fand die Gründungsversammlung der Lw Sportfluggruppe FFB statt. Erster Leiter der BW Sportfluggruppe war Hauptmann Stöcker.

Zur Erstausstattung der Flugzeuge gehörten:

  • 1 Elster „B“
  • 1 L-Spatz 55
  • 1 Ka 7
  • 1 Piper L-18
  • 1 Do 27 als Schleppflugzeug
  • 1 P149-Piaggio (ab 1974)

Teilnehmen konnten nur Angehörige der Bundeswehr, die Betätigung innerhalb der Sportfluggruppe war allerdings freiwillig. (Bild rechts: „Tag der offenen Tür“. Im Vordergrund die Piper L-18, noch heute im Dienst der Flugsportgruppe)

Die Aufnahmebedingungen damals

Motorflug:

  • Nicht über 24 Jahre alt
  • Inhaber eines gültigen zivilen oder militärischen Luftfahrerscheins
    (als Inhaber eines gültigen Luftfahrerscheins für Motorflieger bis 1945 galt, wer noch nicht 40 Jahre alt und zumindest wehrfliegertauglich III war)

Segelflug:

  • Inhaber eines gültigen deutschen Luftfahrerscheins für Segelflugzeugführer

Die Mitgliederzahl stieg nach Gründung auf 120 an, davon 65 Piloten der fliegenden Gruppe.
Insgesamt wurden zu der Zeit in der Bundeswehr 30 Sportfluggruppen an verschiedenen Standorten in Deutschland aufgestellt.

Auflösungen und Neugründungen

Auf Grund von Sparmaßnahmen erfolgte mit Befehl vom 7.9.1979 die Auflösung der militärischen Sportfluggruppen und die Übergabe von Flugzeugen und Gerät an die zu gründenden zivilen Sportfluggruppen. Die Flugzeuge wurden kostenlos abgegeben, Halter blieb jedoch die Bundesrepublik Deutschland. Gleichzeitig mussten die Unterhaltskosten wie Versicherung, Sprit, Jahresnachprüfungen u.s.w. von den zivilen Vereinen übernommen werden. Unterstellgebühren und Abgabe von Treibstoff gegen Bezahlung wurde von der Wehrbereichsverwaltung in einem Mitbenutzungsvertrag geregelt.

Nach Auflösung der 3. Fliegenden Staffel des Jagdbomber-Geschwaders 49 im März 1990, welches bis zu diesem Zeitpunkt die Auswahlschulung der künftigen Piloten der Luftwaffe durchgeführt hatte, erfolgte die Verteilung der Schulmaschinen an die Sportfluggruppen in der Bundeswehr. Die Sportfluggruppe FFB erhielt vier Maschinen vom Typ Piaggio-P-149 zum Zweck der Einweisung von Offizier-Schülern in Navigation und Luftraumstruktur. Die Einweisungsflüge erfolgen seit 6. Juni 1990 durch einen Vertrag mit der Bundesrepublik Deutschland.

Sportliche Erfolge

Die Sportfliegergruppe FFB hat 1977 und 1993 den Bundeswehr-Sternflug in Fürstenfeldbruck durchgeführt, welcher vom jeweiligen Gewinner des Sternfluges zu organisieren ist.
Außerdem nahm die Sportfluggruppe mit viel Erfolg an verschiedenen Wettbewerben teil:
Deutschlandflug-Navigationswettbewerbe, KäseRalley (Leutkirch), usw…
Sie stellte auch eine Mannschaft (Bois / Schünke) für die Nationalmannschaft der Bundesrepublik Deutschland. Von unseren Nachwuchspiloten konnte sich die Mannschaft Rott / Gügel 2008 für die Weltmeisterschaft qualifizieren.

Ende des militärischen Flugbetriebs und Neuausrichtung

1997 endete der militärische Flugbetrieb, das Gelände konnte aber weiter durch unseren Verein genutzt werden. Dazu kam die zivile Betreibergesellschaft mit dem Ziel einen Verkehrslandeplatz einzurichten.

2008 wurde das Gelände von der Bundeswehr an die BImA übergeben, die uns bis Anfang 2009 gestattete das Gelände weiter zu nutzen.

2009 erfolgt dann der Umzug in den übrig gebliebenen Teil des Fliegerhorstes (der jetzt keiner mehr war) südlich der Startbahn um dort auf einem ehemaligen Rollweg den Flugbetrieb fortzusetzen. Von da an gab es nur einen eingeschränkte Flugbetrieb parallel zu dem der zivilen Betreibergesellschaft auf der Nordseite.

2010 musste die zivile Betreibergesellschaft den Betrieb einstellen.

Jetzt wollen wir für unseren Vereinsflugbetrieb einen Sonderlandeplatz genehmigen lassen. Eine Nutzung für vereinsfremde Maschinen ist dabei ausgeschlossen.

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